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Forschungsprojekte

Aktuelle Studien im Forschungszentrum Depression:

1. „GET.UP“-Studie
Die erschöpfungsbedingte Neigung der depressiv erkrankten Patienten früher ins Bett zugehen und länger liegen zu bleiben, führt in der Regel eher zu einer Zunahme des Erschöpfungsgefühls und Depressionsschwere. Gut belegt ist dagegen der überraschende und ausgeprägte antidepressive Effekt des Schlafentzugs (Wachbleiben in der ganzen oder zumindest der zweiten Hälfte der Nacht), wie er meist routinemäßig auf Depressionsstationen angeboten wird. Überprüft werden soll in dieser Studie, ob bereits eine ambulant durchgeführte moderate Bettzeitverkürzung verglichen mit einem Entspannungstraining antidepressiv wirksam ist. Die Bettzeitverkürzung erfolgt über einen Zeitraum von 6 Wochen unterstützt durch eine eigens dafür programmierte Smartphone-App (»GET.UP«). Zusätzlich werden mittels eines Aktometers (Messgerät zum Erfassen der Bewegungsaktivität) die Bett- und Schlafzeiten registriert.
Für die "GET.UP"-Studie suchen wir Teilnehmer, die aktuell von leichten Depressionen betroffen sind und Bettzeiten über neun Stunden pro Tag aufweisen. Details zur Studie und einen Selbsttest, um zu schauen, ob die Studie zu Ihnen passt, finden Sie hier.

2. Selbstmanagement bei Depression –  GET.STARTED-Studie
In einer randomisierten Studie wird ein online-basiertes Selbstmanagement-Programm, das im Rahmen eines EU-Projektes entwickelte iFightDepression-Tool, im Vergleich zu einem onlinebasierten Entspannungstraining bei Depression untersucht. Dabei werden sowohl die Wirksamkeit als auch potentiell auftretende Nebenwirkungen untersucht. Durch Experten unterstützte, online-basierte Selbstmanagement-Programme bieten für eine große Anzahl von Menschen gerade mit leichteren Depressionen die Möglichkeit, sich frühzeitig umfassend über die Erkrankung zu informieren und sich aktiv an der Genesung zu beteiligen.
Details zur Studie und einen Selbsttest, um zu schauen, ob die Studie zu Ihnen passt, finden Sie hier.

3. „GET.HAPPY“-Studie
In dieser Pilot-Untersuchung soll das „Glück-kommt-selten-allein-Onlinetraining“ von Dr. Eckart von Hirschhausen untersucht werden. Das Programm wurde bislang von über 20.000 Menschen genutzt. In seinem Onlinetraining stellt Dr. von Hirschhausen die wirksamsten Übungen der Positiven Psychologie vor, die dann von den Teilnehmern des Programms selbst ausprobiert werden. Zusätzlich gibt es ein Netzwerk, in dem die Teilnehmer untereinander kommunizieren und Erfahrungen austauschen können. Wir gehen in dieser Pilot-Studie zunächst der Frage nach, wie hoch die Akzeptanz des Programms unter Menschen mit leichteren depressiven Erkrankungen ist.

4. EEG-Vigilanzregulation als Biomarker für affektive Störungen
Depressive Menschen berichten meist von Einschlafproblemen und kommen trotz Müdigkeit nur schwer zur Ruhe. Tatsächlich lässt sich bei einer Messung der Hirnströme (EEG) feststellen, dass die Regulation der Wachheit (Vigilanz) bei Menschen mit Depression verändert ist: Sie sind häufig von einer chronisch erhöhten Wachheit betroffen und können nicht entspannen. Ziel dieser Studie ist es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Wachheitsregulation bei verschiedenen Erkrankungen (Depression, Manie oder ADHS) zu erforschen. Dies soll dazu beitragen deren Ursachen besser zu verstehen und zu prüfen, ob die mittels eines neuen EEG-basierten Algorithmus gemessene Wachheitsregulation für die Diagnosestellung hilfreich ist.


Stand: 06.06.2016

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