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Fast 90% der jährlich ca. 9000 Suizide und 150.000 Suizidversuche in Deutschland erfolgen vor dem Hintergrund einer oft nicht optimal behandelten psychischen Erkrankung, hiermit mit Abstand am häufigsten depressive Erkrankungen.




Abbildung 4: Suizidursachen in Deutschland für 1998 (2) 

 


Die hohen Suizid- und Suizidversuchszahlen sind inakzeptabel, da der großen Mehrzahl aller depressiven Menschen durch eine konsequente Behandlung gut geholfen werden könnte. Insbesondere Depressionen lassen sich durch Antidepressiva und Psychotherapie gut behandeln und so Suizidalität verhindern. Deshalb ist das bessere Erkennen (Diagnostik) und die konsequentere Behandlung depressiv Erkrankter ein gesundheitspolitisches Ziel mit höchster Priorität.

Depressionen führen zunehmend zu Arbeitsunfähigkeit und Arbeitsausfällen. Nach Angaben der Techniker Krankenkasse waren im Jahr 2003 psychische Erkrankungen nach den Rückschmerzen eine der wichtigsten Ursachen von Krankschreibungen, so dass nach Hochrechnungen auf das gesamte Bundesgebiet etwa 18 Millionen Arbeitsfehltage auf die Diagnose „Depressive Störungen“ zurückgehen (3).

Referenzen

(1) Lönnquist, J. (2000). Psychiatric Aspects of suicidal behaviour: depression. In K. Hawton & K. van Heeringen (Eds.), The International Handbook of Suicide and Attempted Suicide (pp. 107-120): John Wiley & Sons,Ltd.

(2) Statistisches Bundesamt (1998). Gesundheitsbericht für Deutschland. Stuttgart: Metzler-Poeschel

(3) Gesundheitsreport 2003 – Veröffentlichungen zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement der TK. Techniker Krankenkasse, Hamburg.

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