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... und Wetter

Depression und Wetter

Trübes Wetter und dunkle verregnete Herbstnachmittage schlagen bei vielen Menschen auf die Stimmung. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es zu depressiven Erkrankungen kommen muss. Bei einigen erhöht sich allerdings saisonal die Vulnerabilität für depressive Erkrankungen (1).
Typische Symptome einer saisonal bedingten Depression sind u.a. anhaltende Müdigkeit, Heißhunger auf Süße, Gewichtszunahme. Diese saisonal abhängigen Depressionen („Winterdepressionen“) sind jedoch meist weniger schwer ausgeprägt und weniger häufiger als andere depressive Störungen. Bei der Mehrzahl der depressiven Erkrankungen im Winter handelt es sich nicht um Winterdepressionen.

Aus Abbildung 7 geht hervor, dass es große Unterschiede der Suizidraten in Europagibt, ohne dass sich einen einfache Regel im Sinnen eines Nord-Süd-gefälles aufstellen läßt. Der Zugang zu tödlichen Methoden, der Alkoholkonsum und die Qualität der Versorgung spielen vermutlich eine deutlich größere Rolle als das Wetter. Anhand der Abbildung ist auch zu erkennen, dass die Suizidraten der Männer in allen Ländern deutlich höher ist als der der Frauen.

Abbildung 7: Suizidraten pro 100.000


Weiter gibt es sicherlich große Unterschiede in der Erfassung vo Suiziden. Hinter den als "ungeklärte Todesursache" klassifizierten Fälle dürften sich oft als Suizid verbergen.
Auch könnten die relativ niedrigen Suizidzahlen aus den katholischen Ländern Italien, Irland und Polen fehlerhaft sein. Da der Suizid in streng katholischen Gesellschaften als Sünde betrachtet wird, kommt es häufiger zur Verschleierung der Todesursache und fehlerhaft ausgestellten Totenscheinen.


Referenz

(1) Magnusson, A. (2000). An overview of epidemiological studies on seasonal affective disorder. Acta Psychiatrica Scandinavica, 101, 176-184.

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