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Förderpreis 2015

Carlsson Wedemeyer-Förderpreis 2015: Lichttherapie bei Depression im Kindes- und Jugendalter

(PD Dr. Christine Rummel-Kluge, Prof. Dr. Dr. Martin Holtmann und Prof. Dr. Ulrich Hegerl)

Im Rahmen des 3. Deutschen Patientenkongresses Depression wird heute der mit 10.000 Euro dotierte Carlsson Wedemeyer-Förderpreis zum dritten Mal vergeben. Der Preis geht in diesem Jahr an ein Projekt der LWL-Universitätsklinik Hamm unter Leitung von Prof. Dr. Dr. Martin Holtmann und Prof. Dr. Tanja Legenbauer, das die Lichttherapie für Jugendliche mit einer depressiven Erkrankung erforscht. Die morgendliche Behandlung mit sehr hellem Licht, die bei Erwachsenen mit Depression z.T. schon zur Standardbehandlung gehört, soll nun auch für Jugendliche zugänglich gemacht und auf ihre Wirksamkeit untersucht werden.

Forschungsprojekt: Lichttherapie bei Depression im Kindes- und Jugendalter

Depressionen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter in Deutschland. Dennoch steckt die Therapieforschung bei vielen Aspekten noch in den Kinderschuhen. Gerade Jugendliche mit Depressionen leiden oft unter quälenden Schlafstörungen. Die morgendliche Behandlung mit sehr hellem Licht kann antidepressiv wirken, den Tag-Nacht-Rhythmus wieder normalisieren und die Schlafqualität verbessern. Nach ersten Erfahrungen mit Lichttherapie über zwei Wochen mit ermutigenden Ergebnissen ist jetzt geplant, die Dauer der Therapie auf vier Wochen ausdehnen, um dadurch eine nachhaltigere antidepressive Wirkung zu erzielen.

In der geplanten Studie sollen 30 Jugendliche mit Depression zusätzlich zur normalen stationären Behandlung eine 28-tägige Therapie mit Lichtbrillen erhalten. Die Brillen ermöglichen den Jugendlichen eine größere Beweglichkeit als herkömmliche fest installierte Lampen. Die Kontrollgruppe (ebenfalls 30 Patienten) erhält im selben Zeitraum die übliche stationäre Behandlung ohne Lichttherapie. „Die Lichttherapie macht sich altes Menschheitswissen über den Zusammenhang von Sonnenlicht, Stimmung und Tagesrhythmus zunutze", so Klinikdirektor Prof. Dr. Dr. Martin Holtmann. „Das helle Licht der Therapiebrillen gleicht in etwa einem sommerlichen Sonnenaufgang. Die Lichttherapie kann helfen, neben der Stimmung auch den inneren Rhythmus von Jugendlichen mit Depression wieder zu stabilisieren." Sollte die Studie die Wirksamkeit von Lichttherapie für depressive Jugendliche belegen, könnte mit diesem Verfahren künftig das jugendpsychiatrische Versorgungsangebot bereichert werden.

Depressionen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter in Deutschland. Dennoch steckt die Therapieforschung bei vielen Aspekten noch in den Kinderschuhen. Gerade Jugendliche mit Depressionen leiden oft unter quälenden Schlafstörungen. Die morgendliche Behandlung mit sehr hellem Licht kann antidepressiv wirken, den Tag-Nacht-Rhythmus wieder normalisieren und die Schlafqualität verbessern. Nach ersten Erfahrungen mit Lichttherapie über zwei Wochen mit ermutigenden Ergebnissen ist jetzt geplant, die Dauer der Therapie auf vier Wochen ausdehnen, um dadurch eine nachhaltigere antidepressive Wirkung zu erzielen. In der geplanten Studie sollen 30 Jugendliche mit Depression zusätzlich zur normalen stationären Behandlung eine 28-tägige Therapie mit Lichtbrillen erhalten. Die Brillen ermöglichen den Jugendlichen eine größere Beweglichkeit als herkömmliche fest installierte Lampen. Die Kontrollgruppe (ebenfalls 30 Patienten) erhält im selben Zeitraum die übliche stationäre Behandlung ohne Lichttherapie. „Die Lichttherapie macht sich altes Menschheitswissen über den Zusammenhang von Sonnenlicht, Stimmung und Tagesrhythmus zunutze", so Klinikdirektor Prof. Dr. Dr. Martin Holtmann. „Das helle Licht der Therapiebrillen gleicht in etwa einem sommerlichen Sonnenaufgang. Die Lichttherapie kann helfen, neben der Stimmung auch den inneren Rhythmus von Jugendlichen mit Depression wieder zu stabilisieren." Sollte die Studie die Wirksamkeit von Lichttherapie für depressive Jugendliche belegen, könnte mit diesem Verfahren künftig das jugendpsychiatrische Versorgungsangebot bereichert werden.

„Mit dem Carlsson Wedemeyer-Förderpreis möchte die Stiftung Deutsche Depressionshilfe Forschungsvorhaben zur Optimierung der Versorgung depressiv erkrankter Kinder und Jugendlicher fördern", erläutert Prof. Dr. Ulrich Hegerl, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. „Die Wirksamkeit von einer begleitenden Lichttherapie bei Kindern und Jugendlichen wurde bislang noch nicht ausreichend wissenschaftlich untersucht. Das möchten wir ändern und mit der Auswahl dieses Projektes einen Beitrag dazu leisten", erklärt Privatdozentin Dr. Christine Rummel-Kluge zur Vergabe des Preises.

Die Projektgruppe

Durchgeführt wird das Projekt im Rahmen der stationären Behandlung von Jugendlichen in der LWL-Universitätsklinik Hamm der Ruhr-Universität Bochum (Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Dr. Martin Holtmann). Die wissenschaftliche Begleitung wird von der Forschungsabteilung der Klinik (Prof. Dr. Tanja Legenbauer) umgesetzt.

Die LWL-Uniklinik Hamm ist mit mehr als 1.100 stationär behandelten Kindern und Jugendlichen pro Jahr in besonderer Weise geeignet für versorgungsnahe Therapieforschung. Die Klinik (110 Betten im stationären Bereich, 60 Plätze in fünf Tageskliniken) ist eine der größten Kliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Deutschland und zugleich die größte universitäre Einrichtung ihrer Art. So können die klinische Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen und die in der Forschung gewonnenen Erkenntnisse ständig ineinander greifen.  

Pressekontakt:

Heike Friedewald & Susanne Janicke
Pressestelle Stiftung Deutsche Depressionshilfe
Tel.: 0341 97 24 48 6 oder -512
E-Mail: presse@deutsche-depressionshilfe.de

Karl-Georg Donath
LWL-Pressestelle
Tel.: 0251 591-235
E-Mail: presse@lwl.org

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Ausschreibung: 2. Carlsson Wedemeyer-Förderpreis der Stiftung Deutsche Depressionshilfe 2013

Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe fördert erneut versorgungsnahe Forschung zu Depression bei Kindern und Jugendlichen mit einem Preis

Der Carlsson Wedemeyer-Förderpreis der Stiftung Deutsche Depressionshilfe (Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Ulrich Hegerl) wird im Jahr 2015 zum dritten Mal vergeben. Ausgezeichnet werden wegweisende wissenschaftliche Anträge aus klinischer und psychosozialer Forschung zu depressiven Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen.

Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe möchte mit diesem Preis Forschungsvorhaben zur optimierten Behandlung und Versorgung depressiv erkrankter Kinder und Jugendlicher fördern, auszeichnen und hervorheben. Der Preis soll als Anschubfinanzierung für das vorgeschlagene Projekt dienen.

Der 3. Carlsson Wedemeyer-Förderpreis der Stiftung Deutsche Depressionshilfe ist mit 10.000 Euro dotiert.

Der Preis wird am 12. September 2015 in Leipzig im Rahmen des von der Stiftung Deutsche Depressionshilfe veranstalteten „3. Deutschen Patientenkongresses Depression“ verliehen.

Das Preisgeld ist gebunden an die Erforschung der Krankheit Depression bei Kindern und Jugendlichen. Teilnahme- und vorschlagsberechtigt sind Wissenschaftler aller interessierten Disziplinen sowie Mitglieder von wissenschaftlichen Institutionen und Fachgesellschaften.

Über die Zuerkennung des Preises entscheidet ein fünfköpfiger Ausschuss aus Mitgliedern der Stifter, des Vorstandes und der Geschäftsführung der Stiftung Deutsche Depressionshilfe; sie erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung bis zum 1. Juli 2015 in elektronischer Form (pdf-Datei) an die Stiftung Deutsche Depressionshilfe mit folgenden Unterlagen: Kurzfassung des geplanten wissenschaftlichen Projektes (max. 10 Seiten), die den Forschungsansatz, die Behandlungsziele und den Projektplan skizziert, wissenschaftlicher Lebenslauf und Publikationsverzeichnis (optional).

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Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Frau PD Dr. Christine Rummel-Kluge
Geschäftsführerin der Stiftung Deutsche Depressionshilfe
Semmelweisstr. 10, 04103 Leipzig
Tel.: 0341.97 24 49 3, Fax: 0341.97 24 59 9
info@deutsche-depressionshilfe.de
www.deutsche-depressionshilfe.de

Förderpreis 2015