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Stiftungs- preis erstmals vergeben


Forschungspreis 2009

Forschungspreis der Stiftung Deutsche Depressionshilfe 2009

Der Forschungspreis der Stiftung Deutsche Depressionshilfe wurde im Jahr 2009 zum ersten Mal vergeben. Ausgezeichnet werden sollten innovativ-wegweisende wissenschaftliche Arbeiten aus der neurobiologischen und psychosozialen, versorgungsnahen Forschung zu depressiven Erkrankungen.
Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe möchte durch diesen Preis Schritte zur optimierten Diagnostik sowie zur Behandlung und Versorgung depressiv erkrankter Menschen fördern und auszeichnen. Das Preisgeld ist gebunden an die Verwendung zur weiteren Erforschung der Krankheit Depression.


Erster Forschungspreis vergeben

München, 5. November 09. Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe hat ihren Forschungspreis 2009 in Höhe von 5.000.- Euro an den Psychiater und Psychotherapeuten Christian Otte vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf vergeben. Der erstmals in diesem Jahr ausgeschriebene Preis würdigt seine Forschungsarbeiten zum Einfluss des körpereigenen Stresshormons Cortisol bei depressiven Patienten.

Depressionen gehören zu den häufigsten Erkrankungen, sind mit großem Leiden verbunden und verlaufen oft tödlich. Obwohl es wirksame Behandlungen gibt, wird nur eine Minderheit der Betroffenen optimal behandelt. Eine frühzeitigere Diagnose und konsequentere Behandlung depressiv Erkrankter, das ist das Ziel der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Unter ihrem Dach sind eine Reihe von Aktivitäten gebündelt. Ein Schwerpunkt konzentriert sich auf Hilfe für Betroffene und die Öffentlichkeitsarbeit, ein anderes Hauptthema ist die wissenschaftliche Forschung.
Im Bereich Forschung wird die zehnjährige Arbeit des Kompetenznetzes Depressionen Suizidalität mit seinen Forschungsprojekten weitergeführt. Neu ist der in 2009 erstmals verliehene Stiftungspreis in Höhe von Euro 5.000.-. Mit ihm werden Forschungsarbeiten ausgezeichnet, die anwendungsnah und innovativ dazu beitragen, die Situation von Betroffenen zu verbessern.
Bei depressiven Patienten schüttet die Nebennierenrinde vermehrt das körpereigene Stresshormon Cortisol aus. Dr. Christian Otte, Privatdozent und Oberarzt am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, zeigte, dass die erhöhten Cortisol-Spiegel bei depressiven Patienten zu schlechterer Gedächtnisleistung führen. Darüber hinaus konnte er nachweisen, dass Cortisol bei depressiven Frauen das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung steigert. Die Gabe eines Medikamentes, das die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol hemmt, zusätzlich zur antidepressiven Standardtherapie in den ersten drei Wochen bewirkte, dass die Therapie schneller wirkte. Otte führt dies darauf zurück, dass die körpereigene Cortisol-Produktion gedrosselt wird. Welche Konsequenzen diese Ergebnisse für die zukünftige Behandlung von depressiven Patienten haben, wird Otte in weitergehenden Studien untersuchen.
Zum Stellenwert der Forschung in der Stiftung Deutsche Depressionshilfe sagt Stiftungsvorstand Holger Reiners, Unternehmensberater und Autor mehrerer Bücher über Depressionen: „Das engagierte Ziel der Stiftung ist: aus der Depression zurück ins Leben. Wir brauchen das Organ der Stiftung, um die Kräfte für Forschung und Versorgung zu bündeln – und: wir müssen diese Krankheit von der Stigmatisierung befreien. Wir wollen alles dafür tun, dass die an Depression Erkrankten den Weg zurück ins Leben finden – über Forschung, Austausch, kompetente Hilfe und Therapie vor Ort. Für Jeden, der unter Depressionen leidet. Es sind Millionen.“

 

Forschungspreis 2009