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Teilprojekt 2

Behandlung leichter depressiver Syndrome

In einer kontrollierten Studie sollte untersucht werden, ob Antidepressiva, kognitive Verhaltenstherapie oder eine Kombinationsbehandlung bei Patienten mit leichten und subdiagnostischen depressiven Störungen wirksam sind (siehe oben). Bei diesem Teilprojekt war die aktive Beteiligung niedergelassener Ärzte und des Praxisnetzes Nürnberg Nord ein wesentlicher Bestandteil. Andere Subprojekte beschäftigten sich mit der Therapie der rezidivierenden kurzen depressiven Störung und der Frage, wie sich chronische Krankheitsverläufe bei Personen mit Depressionen und somatoformen Störungen verhindern lassen.



Subprojekt 2.1 - Behandlung leichter und mittelschwerer Depressionen (MIND-Studie)

Patienten mit leichten depressiven Syndromen, die häufig mit Angst und multiplen körperlichen Beschwerden einhergehen, sind in der hausärztlichen Praxis sehr häufig. Da diese Patienten in Universitätskliniken eher selten gesehen werden, ist das Wissen über die richtige Behandlung dieser Patienten unbefriedigend.

In Kooperation mit Hausärzten in Nürnberg wurde deshalb die Wirksamkeit verschiedener Behandlungsmethoden untersucht:

  • Die Behandlung mit Antidepressiva und mit Verhaltenstherapie wird gegenüber Placebobedingungen verglichen.
  • Zudem soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit die Therapieerwartung, die Therapiepräferenz (Verhaltenstherapie versus Psychopharmakotherapie) und das Krankheitsmodell (biologisches versus psychologisches Krankheitsmodell) für den Therapieerfolg bedeutsam sind.

Es ist denkbar, dass Patienten, die sich eher etwas von Psychotherapie versprechen, schlechter auf Psychopharmaka ansprechen - und umgekehrt. Falls derartige Faktoren den Therapieerfolg entscheidend mitbestimmen, müssten sie zukünftig verstärkt in die Therapieplanung eingehen

Projektleiter

Das Projekt wird von Frau Dr. Verena Henkel in Kooperation mit Prof. Hegerl und Prof. Hautzinger geleitet.

Prof. Dr. Ulrich Hegerl
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Leipzig
Semmelweisstr. 10
04103 Leipzig
Tel.: 0341 / 972 45 - 30 (Sekretariat: Frau Krause)

Prof. Dr. Martin Hautzinger
Psychologisches Institut der Universität Tübingen
Christophstr. 2
72072 Tübingen
Tel.: 07071-29 77301

WHO-Fragebogen: Screening-Fragebogen zum schnelleren und gezielteren Erkennen von Depressionen

 ODI-Fragebogen zur optimierten Diagnose von uni- und bipolaren Depressionen

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Subprojekt 2.3 - Chronifizierungsverhinderung von Depressionen und somatoformen Störungen

In diesem Projekt untersuchten wir die Wirkung einer 3-4 stündigen Beratung in einer Kleingruppe von etwa 4 Patienten. In dieser Beratung geht es um die Vermittlung von Bewältigungsstrategien bei depressiven Verstimmungen und unklaren körperlichen Beschwerden. Gerade bei diesen Beschwerden ist eine frühzeitige Erkennung sowie Behandlung wichtig und erfolgversprechend, um einen chronischen Verlauf zu verhinden.
Das Programm wurde von Patienten sehr positiv aufgenommen und als hilfreich bewertet. Nahezu alle Patienten würden die Beratung einem guten Freund empfehlen und nähmen gerne häufiger an solchen Veranstaltungen teil.

Projektleiter

Prof. Dr. Winfried Rief
Philipps-Universität Marburg
Gutenbergstr. 18
35032 Marburg
Tel.: 06421-282-3657
Fax: 06421 - 282-8904
E-Mail: rief(at)staff.uni-marburg.de
Internet: http://www.uni-marburg.de/

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Teilprojekt 2